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nehmen wir auch noch immer wahr und die Geschwister bezeugen es, daß die Holdseligen Worte Jesu in den Bibel-Lectionen einen tiefen und fruchtbaren Eindruck auf die Herzen machen.
Die in diese Monate fallende Fest-Zeiten, waren uns Zeiten gnädiger Heimsuchung. In der Marter-Woche ließ Er unsre Seelen alle Tage, Schritt vor Schritt mit Seiner Seele ziehn in alle Seine Leidens-Liturgien. Bey der Anhörung Seiner lezten Worte und Todts-Geschichte, floßen Ihm gar manche Sünder und Liebes-Thränen zu. Bey der Sacramentlichen Fußwäsche theilte Er uns reichlichen Trost aus Seinem Todte mit. Das Testament Seines Leibes und Blutes begingen wir in der Nacht, da Er verrathen ward, aufs seligste. Bey der Andacht zum Todtes-Moment und der Eröfnung der Seite Jesu, baten wir Ihn, unter seligem Gefühl gnädiger Erhörung, auf den Knien, uns mit dem ganzen Verdienst Seines Leidens zu segnen. Während unsern Vigilien bey Seiner Leiche
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 169. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/175&oldid=- (Version vom 8.11.2025)