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der selige Jünger und Bruder Johannes die Gnadenbergische Gemeine besuchten, baten wir Kinder sie mit vielen Thränen, bey uns auch solche Einrichtungen zu machen, wie es die Kinder in Herrnhuth hätten. Sie versprachen es uns und am 24ten Sept. war der mir eindrückliche und gesegnete Tag, daß hier eine Kinder-Gemeine eingerichtet wurde. Es wurden 13 Mädgen in die Kinder-Gemeine aufgenommen, wobey auch ich zu meiner großen Beschämung war. Ich machte dabey mit meinem lieben Heiland den ersten Bund, mich von nun an, Ihm mit Leib und Seel als Sein ewiges Eigenthum, ganz hinzu geben, und bat Ihn mit vielen Thränen, von mir auf ewig weg zu nehmen, was Ihn bis her an mir betrübet hat. Er ließ mich dabey Sein liebreiches Herz so kräftig fühlen, daß ich diese Stunde und Tag nie Vergeßen.

Wir 13 Kinder gaben noch darauf dem lieben bruder Johannes die Hand, dem Heiland treu zu seyn und zu bleiben, wobey mir nicht anders war, als ob ich dem Heiland selber Treue zusagte. Auf diesen Bund habe ich mich in der

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: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 185. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/191&oldid=- (Version vom 20.11.2025)