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am 21ten May 1753 das Glück, zum ersten mal dieses hohen Gutes mit der Gemeine theilhaftig zu werden.
Was da in meiner Seele vorging und wie mir auch bey jedesmaligem Genuß in der folgenden Zeit gewesen, läßt sich nicht in Worte faßen. Nach der Zeit habe ich zwar manchmal mein Naturverderben fühlen und empfinden müßen; ich hielt mich aber dabey nicht auf; ich danckte Gott daß ich der Sünde nicht dienen mußte. Ich wieß alles was das treue Herz Jesu an mir betrüben konte, dahin, wo Er dafür gebüßet hat, und so kam ich zwar als eine arme Sünderin, die sich selber nichts zutrauen konte, an der aber Seine Gnade desto mächtiger war, glücklich durch. So weit ihre Worte!
Anno 1758 wurde sie ins ledge Schwestern Chor aufgenommen und anno 60 zur Gehülfenschaft bey den großen Mädgen angestellt. Anno 63. kam sie nach Herrnhuth in ihr Chorhaus, wurde daselbst anno 64 zur Acoluthie angenommen u. anno 65 im Febr. erhielt sie einen Ruf nach Berlin, um daselbst ihrem Chor und auch den ledigen Schwestern in Rüxdorff zu dienen. Sie
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 188. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/194&oldid=- (Version vom 20.11.2025)