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den Herzen des armen schwarzen Volcks segnen.
Nichts erweckt mehr Kummer bey mir, als wenn ich über unsre getaufte und gesegnete Kinder dencke, die so mancher Gefahr unterworfen sind. Denn wenn auch die Eltern Treue und Fleiß anwenden sie für den Heiland zu erziehen; so müßen sie doch unter den Heiden seyn und wohnen wo sie täglich ihre Heidnische Handelweisen vor Augen haben. Und da steht denn freylich dem Feinde Thür und Thor offen, sie schon in ihren jungen Jahren zu allerley schlechten Dingen zu verführen. Was kan man aber dabey thun, als man empfiehlt sich fleißig dem Heiland und Seinem Geiste, u. sucht keine Gelegenheit zu versäumen, sie mit Ihm und Seinen Wunden immer bekanter zu machen.
Die Paßions-Zeit ist für uns sehr gesegnet gewesen, und unsre Versammlungen in derselben sind von Weisen und Schwarzen so zahlreich besucht worden, daß es manchmal an
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 197. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/203&oldid=- (Version vom 24.11.2025)