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22ten Octob. in einem Closter bey Alt-Cairo zum Patriarchen war eingeweyht worden. Mit meinem lieben Bruder Dancke lebe ich recht einträchtiglich, und in einer zärtlichen Herz-Connexion, und unser lieber Herr ist nach Seiner gnädigen Verheißung der dritte Mann in unsern Singstunden, Liturgien, Unterredungen und Abendmahlen, und bekennt sich gnädiglich zu uns armen. Seine Marter, Angst und Stich trösten uns täglich und der selige Umgang mit Seiner theuren Marter-Person erleichtert uns das elende Cairinische Leben, und versüßet uns die Bitterkeit deßelben. Wenn man sieht und erfährt, wie alles so stock Finster in diesen Gegenden ist, und wie die Herzen so erstaunlich vernagelt sind, und alle Thüren noch verrigelt sind, so wird einem oft ganz Bange und ängstlich ums Herz. Jedoch tröstet Er uns wieder mit seiner lieben Nähe, und wenn wir Ihm sein Wort vorhalten, daß wir auf Seinen Befehl hier sind, so legt
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 238. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/244&oldid=- (Version vom 15.12.2025)