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einander Haus halten werden. Bruder
Danke krigt in seiner Tischler-Arbeit
immer mehr zu thun und macht was er
kan. Er ist oft selbst verlegen
darüber, daß er nicht geschwinder
und beßer arbeiten kan, ich muß
ihn oft darüber trösten. Denn obs
gleich langsam geht, so sind die Leute
doch mit seiner Arbeit zu frieden,
ja sie preisen sie. Freylich wünsche
er und ich, daß wir einen guten
und geschickten Tischler-Bruder hier
hätten, bey welchem Bruder Danke als
Gesell Arbeiten könte; so könte er
auch ein wenig mehr aus gehen, mit
Leuten Conversiren, in der Sprache
worinn er einen hübschen Anfang
gemacht, mehr profitiren, und
sich hauptsächlich nach Seelen umsehen,
welches doch unser erster und
Haupt-Zweck ist. So aber, weil
der Arbeit zu viel ist, u. ihn
jedermann treibt, die bestelte
Arbeit fertig zu machen; kan
er nicht viel in der Woche ausgehen;
wenn ein guter Töpferischler-Bruder
nach Cairo käme, so würde
es auch dazu dienen, daß wenn
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 240. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/246&oldid=- (Version vom 15.12.2025)