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nachruderten und uns einholten, welches eine rechte Freude war. Bruder Sternberg gab ihnen einen Brief an Bruder Mathaeus Stach und die übrigen Geschwister in Neu Herrnhuth mit und wir segelten auf Lichtenfels zu, von welchem Orte wir am 27tn Juny ohngefehr noch 4 bis 5 Meilen entfernt waren; aber wegen Menge des Eises konten wir nicht durch; Ueberdem wurde es bey 20 Stunden Windstill und so neblicht, daß man keine Schiffs-Länge vor sich sehen, und weder vor noch zurück konte, welches uns in große Verlegenheit brachte. Abends wurde es noch schlimmer. Der Strom zog uns starck ans Land; wir mußten also aus Noth einen kleinen Ancker fallen laßen und wenn ein groß Stück Eis kam, ihn wieder aufziehen, u. hatten zuweilen nur 12 bis 22 Faden Waßer. Das währte die ganze Nacht hindurch bis zum 28ten früh, und das Schifs-Volck mußte unaufhörlich arbeiten. Hätte uns der Heiland nicht bewahrt, so hätten wir leichtlich um Schiff u. Leben
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 275. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/281&oldid=- (Version vom 6.1.2026)