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freyen Lauf laßen. Die 9 Tage da 16 Europäische[WS 1] Geschwister hier beysammen waren, war eine besondre Zeit; ein jedes redete mit dem andern aus, und wir verbanden uns in Liebe und Friede mit einander vor dem Angesicht Jesu zu leben. Ich nahm an allen herzlichen Antheil und ging oft allein auf die Klippen, mit dem Heiland aus zu reden. Ich habe auch das kindliche Zutrauen zu Ihm, daß ein neuer Gnaden-Gang angehen wird, und wünsche, daß auch ich dem Heiland zur Freude u. Ehre seyn möge, so lange er mich zur Erlernung der Sprache hier haben will. Ich bitte Ihn ofte: „laß mich die Sprache lernen, sie ist wol etwas schwer; ich will Dich nur bekennen, Dein Wort und Deine Lehr, Deine Marter will ich preisen bey denen Eskimo, auf Dich will ich sie weisen; mach mirs im Herzen so, daß es mit Gnad geschehe“ p.
D. 13ten reiste ich mit meinen lieben Eltern und Bruder Sörensen nach Lichtenfels zum bleiben, wo ich nun das Vergnügen habe, mit meinem Vater, den der Heiland seit 2 Jahren gegen
Anmerkungen (Wikisource)
- ↑ Vorlage: Europäeische
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 277. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/283&oldid=- (Version vom 6.1.2026)