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unsern Schöpfer und Erlöser, der die Menschen bis in den Todt geliebet, anzupreisen. Das Wort von Seinem leiden beweiset sich als das mächtigste Wort, auch hier an den Herzen, und wenn es einem Neger zu Herzen gehet, so sagt er: es hat mir mein Herz gespalten und so breit aus einander gelegt, daß ich immer daran dencken muß. Daß Geschwister Kerstens zu uns gekommen sind, dafür hab ich dem Heiland herzlich gedanckt. Sie trafen mich und Bruder Johann Nitschmann äußerlich in kümmerlichen Umständen an; in dem Bruder Johann Nitschmann schon über 3 Monate durch einen Schaden am Fuß, nicht mehr gehen noch stehen konnte; und ich war so kranck, daß ich kaum 6 Schritte zu gehen vermöchte. Durch die Ankunft der lieben Geschwister aber, kam so viel Freude und Kraft in mich, daß ich von da an aufbleiben konte. Wir lieben einander herzlich und Friede und Einigkeit regieret unter uns, weil wir alle nur das zu unserm Object haben, Ihm zu leben

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: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 284. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/290&oldid=- (Version vom 7.1.2026)