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vollgültigen Versöhnung, anzubringen; die Herzen sind aber härter als Stein. O fänden wir nur einmal eine Seele, der um Trost bange wäre, wie wolten wir uns freuen! Weil uns alle sehr nach einem Abendmahl verlangte, so hielten wir d. 5ten May mit einander ein sehr seliges Chor-Abend-Mahl. Dieser Sacramentliche Genuß ist nebst der täglichen Unterredung mit dem Heiland, das einige, was uns in dieser finstern und todten Stadt und Lande, von einem Tag zum andern durchbringen muß.

Aus Alexandria vernahmen wir, daß so wol daselbst, als auch in Rossetta, die Pest noch immer starck grassire. An ersterm Orte hat sie manche Tage 150 Leute hingeraft. Hier ist aber Gottlob noch keine Spur davon.

D. 6ten war Bruder Hocker beym französischen Consul und legte gelegentlich ein Zeugniß von

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: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 309. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/315&oldid=- (Version vom 27.1.2026)