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D. 9ten wurden wir aus der lieben Gemeine, mit Briefen und Nachrichten, gar sehr erfreut; woran wir uns so wol heute, als in den folgenden Tagen, recht viel zu gute thaten. Wir musten uns dieser Tagen mehr als gewöhnlich, inne halten, wegen der sich jezt hier befindenden Soldaten, die manche Excesse Begehen. Wir hielten daher unsere tägliche Lectiones, Singstunden und Liturgien in ihrer Ordnung und unser lieber Herr bekannte sich in Gnaden dazu.

Am 19ten hatten wir in der Demmerung ein LiebesMahl und darauf den seligen Genuß des Leibes und Blutes Jesu im heiligen Abendmahl.

Am 24ten lasen wir die Geschichte der Himmelfahrt unsers Herrn; hielten eine mit Thränen begleitete Liturgie und verbanden uns aufs neue, Seine treue Zeugen und Diener zu seyn. Sein Wort: Ich bin bey euch alle Tage,

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: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 312. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/318&oldid=- (Version vom 30.1.2026)