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April hatte ich einen freundschaftlichen Brief vom Englischen Consul in Cypern, nebst noch 2 Andern von dem Capitain, mit welchem ich von London dahin gekommen erhalten; ich ersahe daraus, daß sie mich lieb behalten haben; ob ich ihnen gleich jederzeit meine Gedancken, wo es nöthig war, gerade gesagt habe.

Am 15ten Jun. erhielt ich abermals von gedachtem Englischen Consul daselbst und ganz unerwartet auch von deßen Schreiber ein freundschaftliches Schreiben. Lezterer den ich als einen Leichtsinnigen Menschen daselbst habe kennen lernen, legt mir darinn den Zustand seines Herzens dar; wie er öfters sehr unruhig sey, wenn er sich zur Sünde habe verleiten laßen; daß er zwar keine Kraft, ihr zu wiederstehen habe; aber dennoch glaube, Gott wolle ihn nicht ganz verlaßen. Er könne leicht dencken, daß ich von ihm keinen Guten Eindruck würde behalten haben; er hätte

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: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 316. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/322&oldid=- (Version vom 30.1.2026)