Seite:GN.A.148 Gemein-Nachrichten 1770,2.pdf/337
selige Stunde für uns. Am 3ten Jan. gingen wir nach Cablehu, wo ein starcker Handel mit Sclaven seyn soll. Weil wir fast alle Abend Ankerten, so kamen wir erst d. 18ten daselbst an. Für das Auge ist es zwar sehr angenehm längst der Küste zu segeln; es fing uns aber die Zeit an, lange zu werden, ehe wir unsern bestimmten Ort erreichten, und überdem wurde es auf dem Schiff desto unruhiger je mehr Neger darauf kamen. D. 26ten segelten wir von hier nach Delmina ab. Der Strom war gegen uns und der Passat schwach; daher wir erst d. 5ten Febr. da ankamen. Unser Capitain, der d. 6ten am Land gewesen, erzehlte uns, daß auf dem Dänischen Fort Christiansburg viele Bedienten und auch unser Bruder Kleffel und Herr Protten aus der Zeit gegangen wären. Das schmerzte uns einestheils; andern theils aber konten wir, wenn wir zurück dachten, was auf dem lezten Synodo in Ansehung Prottens vorgekommen, dem Heiland dancken, daß er aus der Zeit gegangen ist, welches würcklich
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 331. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/337&oldid=- (Version vom 8.2.2026)