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können Brack-Waßer trincken; ein Blancker aber kan und darf es nicht wagen. Sie graben 20 bis 30 Schritt von der See eine Grube, so dringt das Waßer durch den Sand und ist nur halb salzig. Mit dem Eßen gehts beßer. Sie reiben das Welschkorn mit 2 Steinen so fein wie Haber-Grüz und machen dann Brodte wie die Fränz-Brodel sind. Weil aber kein Sauerteig oder Hefen dazu kommt und die Schaale mit gegeßen wird, so ist der Geschmack etwas verschieden vom Franzbrodt; doch weil der Hunger ein guter Koch ist, so hats weiter keine Schwierigkeiten. Ich will dem Heiland von Herzen dancken, wenn ich bis an mein Ende nur diese Kost und das liebe Waßer haben kan. Austern und Fische kan man bisweilen auch vor Geld bekommen. Man hälts vor gesund, nicht viel zu eßen, der Appetit ist aber auch nicht so groß, weil man in beständigem Schweiß ist und man wird matt. Ich habe davon schon etliche mal die Probe an mir gemacht; ich bin etwa

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: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 349. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/355&oldid=- (Version vom 9.2.2026)