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unser Beruf kan uns solches nicht erlauben. Der liebe Vater im Himmel wird schon Seines Sohnes Leute schüzen; ohne Seinen Willen kan uns kein Haar vom Haupte fallen. Das weiß ich und glaub es göttlich gewiß. Ich habe mich Ihm einmal ganz hingegeben und will mein Leben nicht schonen um Seinet willen. Es wird jederman einleuchten, daß Heiden-Boten nicht in einer Vestung wohnen können, wenn sie ihren Beruf wahrnehmen wollen.
Man hat mir von diesen Negern eine fürchterliche Idee gemacht; ich habe aber die Leute so lieb, daß ich alles mit einander nicht glaube; ich muß sagen sie haben mich auch lieb.
Das ist ganz gewiß, daß der liebe Heiland in diesem Lande zu seiner Zeit eine große Erndte bekommen wird. Ach, solte ich die Gnade haben, hier Gemeinen von Kindern Gottes sich sammlen zu sehen, wie froh wolte ich seyn!
In den ersten 10 Jahren kan man sich nicht viel versprechen; denn die Abgötterey ist gar zu groß. Sein
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 351. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/357&oldid=- (Version vom 11.2.2026)