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Er ist noch bey uns hie, wir sind noch in Gnaden, Er ist unser Gott und wir Sein Volck. Freylich haben wir uns vor Ihm zu schämen, und das haben wir gar oft mit Thränenden Augen und gebeugtem Herzen thun müßen; Er hat uns aber auch immer mit dem Trost aufgerichtet, daß Er uns will halten Seinen theuren Eyd, daß wir sollen werden Seine ganze Freud; und das hat unsern schwachen Muth aufgerichtet, unsern Glauben gestärckt, unsre Liebe zu Ihm gereizt und uns bey seinen Wunden erhalten.
Unter die anmercklichen Vorgänge gehört noch:
1.) Bald zu Anfang des Kirchenjahrs gingen die Bemühungen unsrer lieben Brüder Fries und Praetorius nach ihrem im lezten Synodo erhaltenen Auftrag dahin, das Oeconomicum des hiesigen Schlosses u. des Semenarii gehörig zu reguliren; und der liebe Heiland hat ihnen dazu seine Unterstüzung und Segen verliehen. Daraus entstand:
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 431. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/437&oldid=- (Version vom 12.3.2026)