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Heimgang mit vielem Vergnügen. Seine lezte Worte waren: In meines Herzens-Grunde, dein Nam und Creuz allein, funckelt all'zeit und Stunden p. Den durch Bruder Buttler ihm ehemals ans Herz gelegten Spruch aus Röm. 4,5. hatte er zu seinem Leichentext verordnet, wobey der Herr Consistorial-Rath bezeugte, daß nur Christi Blut, nur Jesu Wunden, nur seines Heilands Todt, das Element des seligen gewesen sey. Bey Verlesung der Personalien, weinte der Redner und die Zuhörer u. man hörte das Bekenntniß: Das sey ein wahrer evangelischer Glaube!
Den grösten Theil dieses Monats, waren die seligen Besuche Jesu unter Seinen Jüngern in den 40 Tagen nach Ostern, die favorite Materie fürs Herz; sonderlich reßentirten sich davon einige Singstunden, auf eine besondre Weise. Ueberhaupt hat unser lieber Heiland Sein Wort: „Wo zwey oder drey in meinem Namen versammlet sind, da will ich mitten unter ihnen seyn“, in diesen Tagen auch an Seiner hiesigen Gemeine, gar selig wahr gemacht.
Am Himmelfahrts-Tage trösteten wir einander bey der Wehmuth über Seine leibliche Abwesenheit, mit den Worten: Der Herr ist nahe, Er ist bey uns bis ans Ende der Tage.
An eben diesem Tag erinnerten sich 128 Geschwister
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 39. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/45&oldid=- (Version vom 6.9.2025)