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und Freude zu werden; ist das Ziel meines Verlangens. Ich sehe mich aber noch sehr weit davon entfernt, das innere Grund-Verderben, die äußerlichen Anläße zu Zerstreuungen, berücken mich ofte von dem gläubigen Aufsehen auf meinen blutigen Versöhner. Und da werde ich finster, unruhig, und gerathe auf einen Weg, der nicht gut ist. Aber oft mitten in diesem Zustand schenckt mir der Gnädige und Barmherzige Herr einen Blick auf Seine schmerzliche Leidens-Gestalt, und was Er für mich ausgestanden. O da fange ich halb todter wieder an zu Leben; da krieche ich, so arm und elend zu seinen Wunden hin; da küße ich Seine durchnagelte Füsse mit Thränen, und bekenne Ihm zu gleich mit tausend Freuden, daß niemand so gut sey, als alleine Er, der Herr mein Gott. Damit ich nun nicht so abwechselnd, sondern beständig seine selige Nähe empfinden und erfahren möge: Das helft
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 461. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/467&oldid=- (Version vom 23.3.2026)