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bis ihre und meine Thränen die Worte unterbrachen. Es ist ein recht einfältiges, liebes Volck und äußerlich sehr arm. Sie konten sich nicht genug ausdrücken, wie danckbar sie gegen die Gemeine wären, daß an sie gedacht, ja daß sie so gar in ihrem Winckel besucht würden. Sie kommen an ihrem Ort ungestört zusammen; die Herrschaft hat sie gern als treue Unterthanen und der Prediger legt ihnen nichts in den Weg. Am 2ten waren wir wieder in der Stadt. Ich verlas dasigen Seelen, auf ihr Verlangen noch einmal die Nachricht vom Synodo, redete über vorgekommene Miß-Verständniße und Uneinigkeit gründlich mit ihnen aus, und bat sie herzlich alles vergangene nicht mehr zu gedencken; sondern sich aufs neue zum Treu seyn bis ans Ende, zu verbinden, wozu ihnen der Heiland Gnade geben würde.

Es zerfloß dabey alles in Thränen und sie waren sehr danckbar, daß es so weit gekommen.

Am 4ten waren wir wieder in Breßlau, wo sich die Geschwister

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: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 480. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/486&oldid=- (Version vom 23.3.2026)