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unserm Herrn zugefloßen sind. Schaamröthe tritt uns ins Gesicht, wenn uns einfällt: Wie hat Er die Leute so lieb! Leute die Ihm auch dieses Jahr so viel betrüben gemacht haben. Wie theuer ist Seine Güte, daß Er dennoch bey uns geblieben ist, und sich mit dem Verdienst seiner heiligen Menschheit, Seines Lebens, Leides und Todtes; so kräftig unter uns Bewiesen hat. Wer kan Ihn dafür genug Loben und lieben und ehren? Unsern Gemeingang haben wir in aller Stille und ohne viele Störung fort gehen können; ja wir haben unsrer lieben Landes- und Stadt-Obrigkeit liebreiche Protection beständig genoßen, wofür wir unsre Dankbarkeit nicht genug bezeugen können. Das öffentliche Zeugnis von Gottes Menschwerdung, Marter u. Todt hat ungestört Continuirt, und der Herr hat sich in Gnaden dazu bekannt. Ein großes Volck hat dis Jahr, auf unserm Saal den Rath gottes von unsrer Seligkeit, in deutscher und Holländischer Sprache mit großer Attention gehört. Ja der Fremden kommen so viele, daß wir genöthiget waren, unsern Saal

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: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 494. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/500&oldid=- (Version vom 6.2.2026)