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Barbadoes in Seiner Sache. Ich bin gewiß und überzeugt, daß Er hier alles dirigirt und wir wollen Ihm daher treulich folgen, und keine Gelegenheit vorbey gehen laßen, ein Zeugniß von Seinem Todt und Blutvergießen für die Sünde der Welt abzulegen. Sein Geist legitimirt unser Zeugniß in den Herzen der Weißen u. Schwarzen Leute, und viele haben die tröstliche Hofnung des ewigen Lebens durch Seinen Todt empfangen. Das mit meinen Augen zu sehen und mit meinen Ohren zu hören, ist mir eine große Freude, und ich weiß zuverläßig, daß es sich so verhält.

Ueber mich selbst bin ofte gar sehr beschämt, denn ich weiß, daß ich ein armer, elender Sünder bin, und wünsche dem Heiland immer mehr zur Freude zu werden. Wenn ich andern predige, daß der Heiland die Sünder liebt und sie gern annimmt: solte ich dasselbe nicht an mir selbst erfahren? Ich dencke, Ja, und Gottlob! ich kenne Seine theure Wunden u. empfinde die Kraft Seines Blutes an meinem Herzen, und zwar so, daß ich deßelben noch viel mehr benöthigt bin, als irgend einer von den Negern denen ich predige.

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: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 49. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/55&oldid=- (Version vom 22.9.2025)