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Ich bin dem Heiland sehr dankbar, daß liebe und Einigkeit unter uns regirt, und Er Sein Gnaden-Werck so kräftig in unsern Herzen fortsezet, daß der Feind das Liebes-Band unter uns nicht auflösen kan. Auf die Ankunft der verheuratheten Geschwister, die zu uns kommen solten, haben wir alles praeparirt und erwarten sie mit verlangen.
Ich habe zwar viel zu thun in meinem Geschäfte, und es will mir manchmal zu schwer werden, aber mein Herz ist dabey vergnügt und selig in der Nähe meines besten Freundes. Alles was Er an mir armen thut, ist mir groß und wichtig. Das schwarze Volck habe ich lieb, und wenn ich zu ihnen rede, so geschiehet es in der Nähe meines lieben Heilandes mit weichem Herzen und naßen Augen.
Es hat dem lieben Heiland gefallen, unsern lieben Bruder Johann Jacob Brey, auf eine geschwinde Weise zu sich heimzu nehmen, Zu einer Zeit, da uns sein
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 50. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/56&oldid=- (Version vom 22.9.2025)