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in diesem Jahr nicht mit den Calmuken ziehen, sondern hier bleiben, es wird aber bedacht drauf genommen werden, daß sie immer Gelegenheit haben mögen, mit den Calmucken in Bekantschaft zu bleiben und fernerhin in der Sprache zu profitiren. Bruder Hamel ist zu dem Ende in den Laden gekommen und vor Bruder Neiz wird sich auch noch eine schickliche Arbeit finden. Bruder Kutschera befindet sich in der Lein Weberey und Bruder Grabsch bey der Beutlerey wohl und vergnügt. Wir wißen noch nicht, wie balde sich eine Gelegenheit machen wird, daß sie beyde nach den Caucasischen Gebürgen gehen können; wir werden aber auch darinn keine Zeit versäumen. Weil meine bisherige Meisterschaft in der Schreinerey mir in vieler Absicht zu schwer wurde und meine Kräfte nicht mehr dabey zureichen wollen, so habe zu Ostern dem Bruder Haecker die Meisterschaft ganz übergeben und ich behalte nun nebst meinen übrigen Geschäften die Glaserey.
Unsre Anzahl ist überall zu gering und wenig, so daß wir oft ins Gedränge kommen; und doch solten wir auch bey der äußerlichen Arbeit nie vergeßen
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 53. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/59&oldid=- (Version vom 24.9.2025)