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daß wir ein Zeugen-Volck sind, und es solte uns nie fehlen, daß wir, wenn es nöthig ist, unserm Herrn willige und brauchbare Brüder zu Seinem Dienst unter den Heiden abgeben könnten. Er bekennt sich im übrigen gnädig zu uns und hat uns bisher bey der Lehre von Seiner Versöhnung, Marter und Todte erhalten, und uns Leben und Seeligkeit für unser Herz drinnen finden laßen.
Von hiesiger Gemeine können wir berichten daß unser lieber Herr beym Eintritt in dieses Jahr sich sehr gnädig und kräftig zu derselben bekannt hat. Seine tröstende Nähe gab allen Herzen die frohe Versicherung, daß Er des hebens und Tragens u. Verschonens noch nicht müde sey, sondern mit dem alten Erbarmen über uns zu walten fortfahren werde.
Am Heiden-Fest nahm die Beter-Gesellschaft in ihrer gewöhnlichen Versammlung besondern Antheil, betete zu den durchborten Füßen Jesu an über alle die Gnade, die in unsern Tagen den armen Heiden
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 54. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/60&oldid=- (Version vom 24.9.2025)