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Parminter ihr Chorfest mit vieler Gnade. Die ledigen Schwestern die in den vorigen Monaten viel gekränckelt, erholten sich im Nov. zu unsrer Freude wieder.

Dagegen aber musten sich im Dec. verschiedene ledige Brüder im Chorhause am Fieber legen. Ein kranckes Mädgen fragte einmal den Doctor: ob er dächte daß sie Heimgehen würde? und als er es bejahete, erwiederte das Kind: Sie müßen nicht dencken, daß ich aus Furcht vor dem Sterben darnach gefragt habe, nein, mich verlangt gar sehr zum Heiland zu gehen, denn Er hat mich mit Seinem Blut erlöset. Und that hinzu: Er hat auch sie Herr Doctor, erlöset, so gut wie mich, und wünschte ihm, daß er auch ein Bruder werden möchte. Als er einwendete, daß er seinem Geschäfte nachgehen müße, antwortete sie: Das meine ich nicht, sondern mein Sinn ist, daß sie ihr ganzes Herz dem Heiland geben sollen. Das Kind ist nachher wieder gesund worden.

Heimgegangen sind:

1.) Die ledige Schwester Mar. Andrews

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: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 60. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/66&oldid=- (Version vom 24.9.2025)