Seite:GN.A.148 Gemein-Nachrichten 1770,2.pdf/81

Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Ich stund beschämt da vor meinem lieben Herrn über der Gnade, danckte Ihm für die neue Stärckung und Erquickung, u. Er drückte mir ein neues Siegel Seiner Liebe und Barmherzigkeit auf mein Herz. Ich werde täglich gewahr, wie arm und verdorben ich bin, und wie nöthig es ist, in einer wahren bekanntschaft mit dem Heiland zu stehen, und ein von Seinem Blut warmes Herze zu haben. Dabey lerne ich aber Sein Herz immer beßer kennen und Verstehn, und mein Trost ist, daß ich aus Erfahrung weiß, daß Er sich an armen, schwachen Kindern verherrlichen will. Es ist mir eine große Gnade, daß Er mich armen würdiget, in meinem geringen Theil, Ihm unter den Heiden zu dienen. Meine bitte dabey, ist täglich zu Ihm, daß Er mir den wahren Glauben an Ihn bevestige, mein Herz die Besprengung mit Seinem Blut immer fühlen laße, mir einen getrosten Muth erhalte, und mich durch Seinen heiligen Geist in alle Wahrheit leite.

5.) Von Bruder Joh. Salomo Schnürer aus Zeyst, vom 22ten Jul. 70.

Mein lieber Heiland hat mich auf der

Empfohlene Zitierweise:
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 75. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/81&oldid=- (Version vom 29.9.2025)