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welche man sonst sehr schwer von ihnen erfragen mußte, drinnen finden.
Diese Schriften enthalten mehrentheils alte Geschichte von ihren Helden, die Menschen und Götter zugleich gewesen seyn, sehr große Kriege geführt, und lauter abentheuerliche Wunder gethan haben sollen. Sie haben auch eine Art von Sitten-Büchern worinnen alle Untugenden und Tugenden der Menschen mit Namen beschrieben sind, u. zugleich gezeigt wird, was vor Wohl und Weh auf eine jede folget. Ihre gröste Heiligkeit besteht darinn, daß sie eine Menge von diesen Schriften auswendig herbeten können, und daher laßen sehr viele, die from seyn wollen, ihren Rosen-Kranz nie aus der Hand. Sehr selten erreicht jemand nur den geringsten Grad der Vollkommenheit im auswendig lernen; weil der Schrifften von allerley Art eine große Menge ist. So bald es aber praestirt und nach ihren Sitten und Lehrsäzen einher geht, daß er z. E. beständig betet, keine lebendige Creatur ums Leben bringt, den Armen
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 81. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/87&oldid=- (Version vom 4.10.2025)