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gewöhnen, daß es ihm unausstehlich würde, eine Stunde zu zubringen, ohne zu wißen, daß der Heiland mit ihm zu frieden sey.
Wer durch Seine Gnade so vertraulich mit Ihm wird, daß er alles in Sein treues Herz schüttet, was ihm von Stund zu Stunde vor kommt, es sey Klein oder Groß, schlecht oder gut, und sich von Ihm rathen und helffen läßt, in aller Noth und Gefahr, welche uns nach Leib und Seel beflecken können: Der mag hinkommen, wohin er will, so kan man seinetwegen ruhig seyn, und er wird nicht zu Schanden werden. Ach möchte doch ein jedes, das zu dieser Gesellschafft gehöret, auf die Stimme des heiligen Geistes, welchen uns der Herr zu unserm Beystand gegeben, recht aufmercksam seyn.
Wenn wir unsern lieben Brüdern u. Schwestern 600 gute Lehren und Gottes-Warheiten aufschrieben und mit gäben, auf die Reise, so würde solches doch den Nuzen nicht schaffen, den ein aufmercksames Herz in der Schule des heiligen Geistes, tag täglich von Seinen Lehren u. Erinnerungen hat.
Ein kindlicher und getroster Zugang zu dem Vater unsers Herrn Jesu Christi (:der auch durch Ihn unser Vater ist:) läßt uns in keinen schwern Umständen Rath- und Trostlos. Denn wir wißen, daß Er uns so lieb hat, und so für uns sorget,
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 3. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/9&oldid=- (Version vom 31.8.2025)