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Sünde, und bitten um Erlaßung der selben. Das Papier hängen wir in der Kibitke übers Feuer, und beym Ansehen deßelben beten wir: O mani, bat me chun! Dieses ist tangutisch und soll so viel heißen: als Gott erbarme dich über uns! Dergleichen Aberglauben ist bey ihnen sehr viel. Wenn ich sie ansehe, wie sie dem Teufel und seinem Wesen dienen, und drüber so veste halten und glauben, daß sie die alleinigen sind, welche Gott rechtschaffen dienen, so wird mir wehe ums Herz, u. kan nicht anders, als mit weinen sie dem Erbarmer an Sein auch für sie verwundtes Herz legen, mit dem sehnlichsten Wunsch, daß Er balde viele, wo nicht alle von diesen Heiden, Zum Genuß Seiner Wunden bringen möge; Ein andermal lacht mirs Herz, wenn ich sie ansehe und ich dencke: Ach, wie wird Er sich freuen, wenn ihr Ihn als euren Erlöser, der aus Liebe zu euch Sein Blut vergoßen, kennen werdet, und

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: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 89. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/95&oldid=- (Version vom 4.10.2025)