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| Hermann Anthes, Lehrerinnenheim zu Paris: Siebenzehnter Jahresbericht des deutschen Lehrerinnenheims zu Paris 1901-1902 | |
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Es ziemt sich in unserem heutigen Berichte vor allen Dingen, jenes schmerzlichen Ereignisses zu gedenken, dessen Kunde im August vorigen Jahres die deutschen Gaue durcheilte und überall Trauer und Teilnahme weckte. Der Heimgang Ihrer Majestät der Kaiserin Friedrich hat unser Heim seiner hohen Protektorin beraubt, die nicht nur die Gründung und Ausgestaltung desselben einst mit stetem Interesse verfolgte, sondern es auch selbst im Februar 1891 eingehend besichtigte.
Daß unserem Heime sich so rasch und dauernd Sympathie und Vertrauen weiter Kreise zuwandten, ist sicherlich mit dem Umstande zuzuschreiben, daß die Hohe Kaiserliche Frau sich mit ihrem Namen zu ihm bekannte. So soll denn auch der ersten Protektorin unseres Werkes ein Ehrendenkmal errichtet bleiben in unserem Gedächtniß.
Gott sei Dank ist die Pflege praktischer Nächstenliebe eine feste Tradition im Zollernhause. So haben auch wir die hohe Freude, daß Ihre Majestät, unsere in Ehrfurcht geliebte Kaiserin Augusta Viktoria durch Schreiben vom 21. Februar 1902 huldvollst geruht hat, ferner das Protektorat über unser Heim zu übernehmen. Möchte durch solche Auszeichnung unser Heim allerzeit
Hermann Anthes, Lehrerinnenheim zu Paris: Siebenzehnter Jahresbericht des deutschen Lehrerinnenheims zu Paris 1901-1902. , Straßburg 1902, Seite 1. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Jahresbericht_des_deutschen_Lehrerinnenheims_zu_Paris_1901-02.pdf/3&oldid=- (Version vom 27.6.2025)