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Von einer Beeinträchtigung der Würde dieses Standes durch unsere Einrichtungen kann also in keiner Weise die Rede sein. Wir wiederholen es vielmehr nachdrücklich, daß wir uns in dem Eifer für das Wohl der Lehrerinnen zu sorgen, von Niemandem überbieten, aber auch von Niemandem verdächtigen lassen wollen.

Bei dem Blick auf unsere Kasse gedenken wir heute vor allem unseres treuen, langjährigen Schatzmeisters, Herrn Klattenhoff, der es ermöglichte, trotz langwieriger Erkrankung, sein Amt in altbewährter Weise fortzuführen und uns dadurch zu besonderem Danke verpflichtet hat. Wir freuen uns von Herzen der andauernden Besserung seiner Gesundheit und wünschen ihm recht baldige völlige Genesung. –

Nachdem wir oben schon den großen Umbau erwähnten, wird es nicht Wunder nehmen, daß der Stand der Kasse unserer beiden Heime in diesem Jahre ein sehr ungünstiger ist. War es uns in den letzten Jahren möglich, unseren Fehlbetrag allmählich bis auf 650 Frs. zu vermindern, so ist er durch den Bau und andere damit zusammenhängende Neueinrichtungen wieder auf 8737,55 Frs. angewachsen. Aber selbst wenn wir davon absehen, so wäre es uns infolge der Steuererhöhung, die durch einen Druckfehler im letzten Bericht auf 100 statt auf 1000 Frs. angegeben war, nicht möglich gewesen, Ausgabe und Einnahme aus eigener Kraft in Einklang zu bringen. Wohl ist es sehr erfreulich, daß durch die in den beiden Büreaux neu angebrachten Gabenkasten die Spenden der engagierenden Damen wiederum um ein Bedeutendes gewachsen sind, aber diese Steigerung kann den Ausfall in den Einnahmen des Mädchenheims, durch das an sich erfreuliche, rasche Stellenfinden der Einzelnen, nicht ersetzen. So ist es uns denn auch in diesem Jahre allein durch die Hülfe unserer Wohlthäter möglich gewesen, in dem laufenden Betrieb zu genügenden Resultaten zu gelangen, und wir sprechen deshalb dem Hohen Magistrate der Haupt- und Residenzstadt Berlin, wie auch den Gustav-Adolf-Vereinen unseren herzlichsten Dank aus für die freundlichst gewährten Unterstützungen, verbunden mit der innigen Bitte, uns auch fernerhin zur Seite stehen zu wollen.