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der Mädchen ein besonderes Büreau im Mädchenheim einzurichten, um eine völlige Trennung der beiden Werke herbeizuführen.

Auch unsere Kassenverhältnisse, über die Ihnen unser verehrter Herr Kassierer nachher eingehenden Bericht erstatten wird, sind in diesem Jahre ungewöhnliche. Obwohl die Pension für die Ausstellungsbesucher noch niedriger war, als in den entsprechenden Hotels, haben wir doch hierdurch eine bedeutende Mehreinnahme erzielt. Wir sind darüber besonders erfreut, weil wir dadurch vor einer bedrükenden Notlage bewahrt worden sind. Wie Sie wissen, wurde das neue Steuergesetz über die droits d'accroissement et de succession irrtümlicherweise auch auf uns angewendet. Ein gegen den Fiskus angestrengter Prozeß hat leider nicht den gewünschten Erfolg gehabt und wir mußten nun auf einmal an Steuernachzahlungen und Prozeßkosten über 3000 Frs. erlegen. Nehmen wir nun noch hinzu, daß infolgedessen auch für die Zukunft unsere Steuersumme alljährlich um nahezu 100 Frs. erhöht sein wird, so wird es aller Sparsamkeit bedürfen, um unsere Einnahmen und Ausgaben im Gleichgewicht zu erhalten.

Unter solchen Verhältnissen war uns auch in diesem Jahre die reiche Gabe seitens des hohen Magistrates der Haupt und Residenzstadt Berlin eine große, notwendige Hülfe, für die wir hier unseren aufrichtigsten Dank zum Ausdruck bringen. Wir hoffen zuversichtlich, daß uns durch eine gütige weitere Bewilligung auch künftig unsere schwere Aufgabe erleichtert werden wird.

Mit ehrfurchtsvoller Teilnahme gedenken wir in diesem Jahre der hohen Protekiorin unseres Hauses, Ihrer Majestät, der Kaiserin Friedrich. Möchten unsere innigen Wünsche sich erfüllen, daß Gott ihr in ihrem Leiden mit Trost und Kraft nahe sei.

Zu unserer großen Freude hat Ihre Durchlaucht Fürstin Radolin das Ehrenpräsidium unseres Vorstandes gütigst übernommen und uns dabei ihres Interesses und Wohlwollens für unser Werk freundlichst versichert, wofür wir ihr zu aufrichtigem Danke verpflichtet sind.