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Kunsthütte.
Stiftungs-Fest
am 24. Januar 1880.
Mel.: Wohlauf Kameraden etc.
Die Räder brausen, es raucht der Schlot,
Die mächtigen Hämmer dröhnen,
Und Alles jagt, dem strengen Gebot
Des Kampfes um’s Dasein zu fröhnen.
Der Eine erntet, der Andere sät;
Doch Alle sorgen sich früh und spät.
Der Kaufmann späht nach dem rechten Moment
Für des Vortheils Wetten und Wagen,
Und sinnend eilt der flinke Agent,
Das flüchtige Glück zu erjagen. –
So geht es rastlos in unserer Stadt,
Wo Mammon, der schlimme, das Scepter hat.
Und dennoch, – in all’ dem Lärm und Dunst,
Der Stadt zum Preis und zum Ruhme,
Ist fröhlich aufgegangen die Kunst,
Eine liebliche Wunderblume.
Gepflegt von Wenigen, still und treu,
Erblühte sie langsam in schüchterner Scheu.
Empfohlene Zitierweise:
E. W.: Kunsthütte. Stiftungs-Fest am 24. Januar 1880. A. Wiede, Chemnitz 1880, Seite 1. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Kunsth%C3%BCtte_Stiftungsfest_1880.pdf/1&oldid=- (Version vom 19.3.2026)
E. W.: Kunsthütte. Stiftungs-Fest am 24. Januar 1880. A. Wiede, Chemnitz 1880, Seite 1. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Kunsth%C3%BCtte_Stiftungsfest_1880.pdf/1&oldid=- (Version vom 19.3.2026)