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Zwanzig Jahre sind verflossen
Seit sich ein’ge Kunstgenossen
:,: In Schlotheim, der saubern Stadt,
Die so viele Gründer hat,
Einst zusammenfanden. :,:
Flugs ward ein Verein gegründet,
Dem bald ein Lokal sich findet,
:,: „Kunsthütte“ ward er genannt;
Dies ist männiglich bekannt,
Doch woher der Name? :,:
Wie kommt denn in eine Hütte
Kunst hinein? Ist es doch Sitte,
:,: Dass sie sehr oft kaum verkehrt
In Palästen? Darum hört,
Wie man’s könnte deuten. :,:
Einer von die ersten Gründer
„Pabst“ mit Namen, sprach: Ihr Kinder,
:,: Lasst uns ein Museum bau’n,
Drin viel Bilder sind zu schau’n
Und auch plast’sche Werke. – :,:
Nun die Bilder aber theuer
Und man für nur wenig Dreier
:,: Kunstwerke nicht kaufen kann,
Schafft’ man ’ne Verloosung an
Mit recht vielen Nieten. :,:
Also kam die Sach’ zu Stande;
Kunsthütten-Mitglieder nannte
:,: Man die Nietenmänner all,
Deren übergrosse Zahl
Schon beträgt sechshundert! :,:
: Kunsthütte oder – Pechhütte?. , Chemnitz 1880, Seite 1. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Kunsth%C3%BCtte_oder_Pechh%C3%BCtte.pdf/1&oldid=- (Version vom 4.3.2026)