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     Da für alles Oelgemalte
Immer schönen Preis man zahlte
:,: Kaufet alle Jahre man
Höchstens fünfzig Bilder an
Inclusive Stichen. :,:

     Doch die Folge solch’ Beginnens
Ist die Mühsal des Gewinnens,
:,: Wenn scho auch in Jahresfrist
Zwee’en Mal Verloosung ist
Kunst ist’s zu gewinnen. :,:

     Richt’ger wär es ohne Zweifel,
Da die Hoffnung fährt zum Teufel,
:,: Wenn man auf ein Bildchen brennt,
Dass man „Pechhütte“ sie nennt
Diese faule Gründung. :,:

     War es doch erst mir gegonnen,
Dass ich hab’ ein Bild gewonnen
:,: Nur durch Pech; denn es geschah
Als das Loosungsende da,
Dass ’ne Nummer fehlte. :,:

     Auch dem Vorstand ist’s beschieden,
(Nimmer konnt’ er es verhüten)
:,: Dass er niemals was gewann
Wie er es auch dreht’ und spann,
Das ist seine Strafe. :,:

     Darum merket, ich beschwöre,
Euch Kunsthüttler, diese Lehre:
:,: „Wählt Euch einen Vorstand gut,
Der niemals gewinnen thut,
Sonst habt Ihr die Nieten.

G.




Druck von Wilhelm Adam in Chemnitz.
Empfohlene Zitierweise:
: Kunsthütte oder – Pechhütte?. , Chemnitz 1880, Seite 2. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Kunsth%C3%BCtte_oder_Pechh%C3%BCtte.pdf/2&oldid=- (Version vom 4.3.2026)