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| Friedrich Hofmann: Meyer’s Universum, oder Abbildung und Beschreibung des Sehenswerthesten und Merkwürdigsten der Natur und Kunst auf der ganzen Erde. Einundzwanzigster Band | |
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aber bis in jene Fernen der Vergangenheit die vergleichenden Blicke wirft, der wird den Fortschritten im Völkerleben Recht und Ehre lassen trotz einzelner schwerer Trauerfälle, er wird im Vorwärtsstreben eine freudige Pflicht erkennen, an den Sieg der Bildung und Freiheit glauben, – und dazu sind solche Ruinen gut und solche Bilder, die daran mahnen.
Wer Amerika’s Größe ermessen will, der folge seinen Wasserbahnen, die ihn auf den Wogen zweier Oceane entlang seiner Küsten, auf dem Rücken der Ströme nach den Tiefen seiner Gebirge, auf dem Spiegel der Binnenmeere zu den Leben und Fruchtbarkeit spendenden Brüsten des Landes führen; das Wasser ist aber auch der Wegweiser zu den Reizen seiner Natur; Wasser begleitet alle unsere Bilder aus der neuen Welt; wie Gottes Donner grollt es in den Stürzen des Niagara, wie eine Indianerklage flüstert’s an den Bluffs des trägen Mississippi, wie Gnomenspiel rauscht’s unheimlich in den Tiefen der Mammuthhöhle, und lustig tummelt es sich in den Bergen von Katterskill, wie die Legende vom Rip van Winkle, der dort mit den trunkenen Holländern die verhängnißvollen Kegel schob. –
Im 16. Band haben wir schon eine Schilderung von der Wasserpracht der Katterskille gegeben, wir fügen jenem Artikel dies liebliche Bild als Ergänzung hinzu.
Friedrich Hofmann: Meyer’s Universum, oder Abbildung und Beschreibung des Sehenswerthesten und Merkwürdigsten der Natur und Kunst auf der ganzen Erde. Einundzwanzigster Band. Bibliographisches Institut, Hildburghausen 1860, Seite 191. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Meyers_Universum_21._Band_1860.djvu/201&oldid=- (Version vom 21.1.2026)