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geboten. Das Angebot wurde von den Besitzern mit der Bemerkung abgelehnt, daß der einst von ihrem Vater bezahlte Preis nicht maßgebend sein könne. Hätte dieser das Haus geschenkt bekommen, so könnte der Rat mit dem gleichen Rechte das Haus als Geschenk verlangen. Sie erklärten sich jedoch bereit, falls der Kauf nicht zustande käme, ihr Haus, wie es der Kurfürst wünsche, in gleicher Symmetrie mit dem neuen Rathause zu erbauen, und wenn der Rat das kleine, zwischen ihrem und der Löwen-Apotheke

Das Beuchlingsche Haus an der Ecke der Schreibergasse rechts
(Rathaus von 1707 bis 1709)

befindliche, dem Goldschmied August Winckler gehörende Haus erkaufe, dessen Platz zu dem ihrigen zu nehmen und dagegen ebensoviel Platz von ihrem Hause zum neuen Rathause abzugeben. Auch die Verkaufsverhandlungen mit dem Goldschmied Winckler, der wegen der bevorzugten Lage am Altmarkt für sein Haus 4800 Taler verlangte, führten zu keinem Ergebnis. Der von Döringsche Vorschlag gefiel dem Kurfürsten. Er erließ am 25. Juli 1740 den Befehl, daß die von Döring ihr Haus mit dem Neubau des Rathauses symmetrisch neu zu errichten hätten, so daß die beiden Häuser als ein Haus erschienen. Wolle der Goldschmied Winckler nicht verkaufen, müsse auch er sein Haus entsprechend neu bauen, so daß es dem Markte zur Zierde gereiche. Der gleichmäßigen äußeren Erscheinung zuliebe sollten alle drei Häuser auch einen übereinstimmenden Anstrich erhalten.

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Robert Bruck: Dresdens alte Rathäuser. Buchdruckerei der Wilhelm und Bertha von Baensch Stiftung, Dresden 1910, Seite 23. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Robert_Bruck_Dresdens_alte_Rath%C3%A4user.djvu/25&oldid=- (Version vom 15.8.2025)