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Würde seinem Befehle nicht Folge gegeben, so müßten die Gebrüder von Döring und der Goldschmied Winckler sich eine Abschätzung des Oberbauamtes und der vereidigten Baugewerken und einen zwangsweisen Verkauf gefallen lassen. Dem Rate aber wurde befohlen, daß während des Umbaues das erste Stockwerk in dem sogenannten Weißbierhaus in der Scheffelgasse für Expeditionsräume ermietet werden solle und daß er auch in der Scheffelgasse mit der Fassade am Altmarkt übereinstimmend baue.

Tumult am Rathause am Abend des 9. September 1830
nach einer Lithographie

An der Stelle des früheren Taubeschen Hauses wurde am 18. März 1741 der Grundstein zum neuen Rathause gelegt und am 1. Juli 1745 konnte es bezogen werden. Den Entwurf dazu lieferte der Dresdner Baumeister Johann Christoph Knöffel. Eine Urkunde berichtet, daß bereits im Jahre 1740 ein genaues Modell zum ganzen Hause fertig war. Es war wie ähnliche Modelle aus früherer Zeit so hergestellt, daß man jedes Stockwerk für sich besonders abheben und so durch einen Einblick die Raumgestaltung übersehen konnte. Die angefertigten Pläne, Grundriß, Fassade und Schnitt, hatte der Kurfürst „mit eigener hoher Hand unterzeichnet und approbiret“. Er hatte in der Mitte des Daches die Errichtung eines kleinen Türmchens gewünscht. Vor allem kam es ihm aber aus Schönheitsgründen

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Robert Bruck: Dresdens alte Rathäuser. Buchdruckerei der Wilhelm und Bertha von Baensch Stiftung, Dresden 1910, Seite 26. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Robert_Bruck_Dresdens_alte_Rath%C3%A4user.djvu/28&oldid=- (Version vom 16.8.2025)