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Levi un Rebekkche.


Es lag Rebekkche uff der Bahr,
Sie war des Dods verbliche
Un hat seit fünfundzwanzig Jahr
Zum erschte mal geschwiche.

Ihr Mann, der Isak Feidel Stern,
Sitzt da im Schawes-Fräckche,
Un Thräne, dick wie Gummernkern
Die flennt er um’s Rebekkche.

Un wie er flennt un wie er greint
So in seim Schmerz, seim größte,
Kimmt Mayer Hersch zu geh, sei Freind,
Er kimmt un will en tröste.

Der Isak in seim Schmerzgefihl
Dhut em entgegerenne,
Doch Mayer segt: Was e Schlemihl!
Wie kann merr nor so flenne!

Was greinst de derr die Ääge roth
Un heulst derr so unbändik?
Was Stuß! gebb merr dei Frää, dei dodt,
Ich gebb derr mei lewendick!

Empfohlene Zitierweise:
Friedrich Stoltze: Gedichte in Frankfurter Mundart. Band 1. Heinrich Keller, Frankfurt am Main 1880, Seite 77. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Stoltze-Gedichte-1_077.jpg&oldid=- (Version vom 15.8.2025)