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„No, mei Kind, was werd des sei
Bei so klääne Mensche?
Du hast dei Vieruhrbrod drei.“
„Dreckelche! – mei Hännche!“



Absagebrief.


„Jean, leb’ wohl! mei Vatter leidt’s net,
Un merr soll die Eltern ehrn;
Ohne Sege da gedeiht’s net,
Wann merr noch so glicklich wern.

Ewig zwar wern ich dich liewe,
Nimmermehr vergeß ich dich;
Doch die Eltern zu betriewe
Deß breng ich net iwer mich.

Geh net mehr am Haus voriwer,
Daß dich net mei Vatter sieht,
Dann ich krieh sonst Vorwerf driwer
Wie ich se schon oft hab’ krieht.


Empfohlene Zitierweise:
Friedrich Stoltze: Gedichte in Frankfurter Mundart. Band 1. Heinrich Keller, Frankfurt am Main 1880, Seite 229. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Stoltze-Gedichte-1_229.jpg&oldid=- (Version vom 18.4.2025)