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Ohne Makel, ohne Fehle,
Und betrat den klass’schen Boden
Kerngesund an Leib und Seele,
Frei von allen Kümmernissen! – –
Und besah mit Seelenfrieden
Sich noch spät das „Nadelkissen,“
Das sie streng daheim gemieden.
Der Neuner in der Wetterfahne.
Am Eschmer Thorn is Wand un Dhor
Mit Epheu iwwerzoge,
Un in der Fern da kimmt’s ääm vor
Als wie e Ehrenboge:
Des strebt enuff, als wollt’s zur Spitz,
Mit seine grinste Sprosse,
Dann ’s hat da äänst der beste Schitz
En Määsterschuß geschosse.
E Knapper war’s! der hat gejagt
Nach Hersch un Säu un Schneppe,
Un hat ääch net vorher gefragt
Den Schultheiß un die Schöppe.
Empfohlene Zitierweise:
Friedrich Stoltze: Gedichte in Frankfurter Mundart. Band 2. Heinrich Keller, Frankfurt am Main 1884, Seite 30. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Stoltze_Gedichte_in_Frankfurter_Mundart_2_030.jpg&oldid=- (Version vom 13.4.2025)
Friedrich Stoltze: Gedichte in Frankfurter Mundart. Band 2. Heinrich Keller, Frankfurt am Main 1884, Seite 30. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Stoltze_Gedichte_in_Frankfurter_Mundart_2_030.jpg&oldid=- (Version vom 13.4.2025)