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Hör awer jetz ääch uff ze heule!
Komm laß dich dricke, laß dich kneule!
Komm her, mei äänzig Herzgeboppel,
Komm her, ich drick dich an mein Joppel!
Ich fihls, mei Grundsätz sein erschittert,
Ich lodder sindig himmelwärts,
Un wär mei Joppel net gefittert,
So kennst de brenne seh’ mei Herz.
Ich bin vor Lieb ganz iwerrumpelt!
Mei ganzes Wese is verkrumpelt.
Ist’s Sehnsucht? ist es Poesie?
Mich iwwerlääfts wie Lotterie!
Mei Herz geht uff als wie e Krebbel!
Ich bin erwaicht wie faule Aeppel,
Ich bin erwaicht wie nasser Läähme,
Äch, Fridderich, ach fihr mich hääme!
Wählerlied.
(1867.)
Wählt, Berjer, wählt,
Ihr wißt ja, was uns fehlt.
Wählt merr nor kää Schleppeträger,
Wetterfahne, Stellejäger!
Liwerante, Brockeschnapper,
Stimmvieh Ja-Herrn, Hosehapper!
Empfohlene Zitierweise:
Friedrich Stoltze: Gedichte in Frankfurter Mundart. Band 2. Heinrich Keller, Frankfurt am Main 1884, Seite 46. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Stoltze_Gedichte_in_Frankfurter_Mundart_2_046.jpg&oldid=- (Version vom 13.4.2025)
Friedrich Stoltze: Gedichte in Frankfurter Mundart. Band 2. Heinrich Keller, Frankfurt am Main 1884, Seite 46. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Stoltze_Gedichte_in_Frankfurter_Mundart_2_046.jpg&oldid=- (Version vom 13.4.2025)