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Die neuen Pfarrthurmsglocken.
(1878.)
Der Pathorn hat sei räthselhaft
Schweihe gebroche,
Hat widdremal zur Nachberschaft
Ebbes gesproche.
Der alte Mark un’s Worschtquardier,
Jed Haus un Häusi,
For Rihrung warn die un Pläsir
Still wie e Mäusi.
Es hawe alle Thern gehorcht
Un alle Glocke,
Der Paulsthorn, um sein Ruhm besorgt,
Is sehr erschrocke.
Ganz Frankfort hat gespitzt die Ohrn
Un kam geloffe,
Selbst Berjer weit draus vor de Dhorn
Sin eigetroffe.
Rings um den Dom stann Mann an Mann
Vatter un Söhnche,
Sogar in viele Ääge stann
Ääch noch e Thränche.
Empfohlene Zitierweise:
Friedrich Stoltze: Gedichte in Frankfurter Mundart. Band 2. Heinrich Keller, Frankfurt am Main 1884, Seite 264. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Stoltze_Gedichte_in_Frankfurter_Mundart_2_264.jpg&oldid=- (Version vom 10.4.2025)
Friedrich Stoltze: Gedichte in Frankfurter Mundart. Band 2. Heinrich Keller, Frankfurt am Main 1884, Seite 264. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Stoltze_Gedichte_in_Frankfurter_Mundart_2_264.jpg&oldid=- (Version vom 10.4.2025)