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Der Parre hat deß ääch gedhaa
Un waart bis morje net emal,
Gleich gung err hi un reddt en aa:
„Gun Dach, mein lieber Bienendhal.
Ich hör, was mir erfreulich is,
Un wann ich recht berichtet bin,
Daß Sie e großer Freund gewiß
Von neue Anekdode sin.
Hie haw ich Ihne mitgebracht
Die allerneust, gedankereich,
Die lese Se merr mit Bedacht,
Un dann verzehle Se se gleich.“
Der Parre gung. – For Frääd en Krisch
Hat dann der Bienedhal gedhaa,
Und setzt dann schnell sich an sein Disch
Un fung dann gleich ze lese aa:
„Einer der ältesten jüdischen Schriftsteller im Talmud (alte Baraitha) behauptet, nicht der Genuß der verbotenen Apfelfrucht, sondern der verbotene Genuß der Anekdote vom Löb Hirsch von Posen habe den Sündenfall herbeigeführt. Vorbehaltlich unserer richtigen Uebersetzung lautet die betreffende Stelle in der Baraitha so: Aber es geschahe an einem Regentage, daß Adam mit Lilith, seinem ersten Weibe, in einem hohlen Baume hockte. Adam aber mopsete sich. Und er sprach zu Lilith seinem Weibe: „Weib, erzähle mich Etwelches,
Friedrich Stoltze: Gedichte in Frankfurter Mundart. Band 2. Heinrich Keller, Frankfurt am Main 1884, Seite 285. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Stoltze_Gedichte_in_Frankfurter_Mundart_2_285.jpg&oldid=- (Version vom 10.4.2025)