Seite:Stoltze Gedichte in Frankfurter Mundart 2 348.jpg

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Jetz hawwe merr Dich net so schwächlich,
Un, net wahr? gelt? jetz bleibst De da?

O, laß zem Gruß derr Blumme strääe,
Du neuer Berjer unsrer Stadt!
Wie werrd derr sich der Göthe frääe,
Daß err sein Schiller widder hat!
Und’s wohnt der Göthe ja, der alte,
Von hie kaum e paar hunnert Schuh,
Da könnt err euch als unnerhalte,
Doch ’hört da e gut Lung derrzu!



Aus Vilbel.


Unner Israel in Vilwel
Mache Zwää jetzt große Bilwel,
Wolle net, aus Eigesinn,
In die Synagog enin.

Doch der Vorstand läßt en sage:
„Dhut err deß so weiter wage,
Sollt err gucke Was geschieht
Un wie bald errsch ores krieht!

O ihr Gäscht un Chalderapes,
Wann derr widder fehlt uff Schabbes,
Wern von uns, for euer Geld,
Zehe Mann for euch gestellt.