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| H. G.: Tafel-Lieder | |
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Gegrüßt der Tag, der unsern Pfad
Mit Feudenblumen kränzt!
Gegrüßt das Fest, das heut genaht
Und hier uns froh erglänzt!
Ja, Gruß an Alle, die sich hier
An unsern Kreis gereiht,
Und hoch willkommen nennen wir,
Wer heut zum Fest erscheint.
Denn stets mit uns zusammenstehn
Und froh das Stiftungsfest begehn,
Sind Zeichen der Treue
Und Liebe für den Bund.
Was unsern Bund ins Leben rief
Zum fröhlichen Gedeihn,
Das fühlen wir im Herzen tief,
Das ist die Kunst allein.
Die Kraft, die an der Schönheit Quell
Sich pflückt den Blumenstrauß
Und damit schmückt uns freudenhell
Das Erdendasein aus.
Sie zaubert Werke uns hervor’
Die uns entzücken Aug’ und Ohr,
Durch Schönheit und Wahrheit
Erheben unsern Geist.
Bald stellet sie durch Schrift und Wort
Als Dichtkunst sich uns dar;
Bald wird im rauschenden Accord
Als Tonkunst sie uns klar;
H. G.: Tafel-Lieder. , Chemnitz 1880, Seite 1. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Tafel-Lieder.pdf/1&oldid=- (Version vom 21.3.2026)