Lösung
- Zu jeder
streng wachsenden
Abbildung
,
,
heißt die Folge
-
eine Teilfolge der Folge.
- Der Betrag einer komplexen Zahl
ist durch
-

definiert.
- Man sagt, dass die Funktionenfolge gleichmäßig konvergiert, wenn es eine Funktion
-
derart gibt, dass es zu jedem
ein
mit
-
gibt.
- Der natürliche Logarithmus
-
ist als die
Umkehrfunktion
der
reellen Exponentialfunktion
definiert.
- Die Teilmenge
heißt konvex, wenn mit je zwei Punkten
auch jeder Punkt der Verbindungsstrecke
(also jeder Punkt der Form
)
ebenfalls zu
gehört.
- Eine Funktion
heißt Stammfunktion zu
, wenn
auf
differenzierbar
ist und
für alle
gilt.
Formuliere die folgenden Sätze.
- Der Satz über die Intervallschachtelung für die Eulersche Zahl.
- Das Folgenkriterium für die Stetigkeit einer Funktion
-
in einem Punkt
.
- Die
Jensensche Ungleichung.
Lösung
- Die Intervalle
,
,
mit den Grenzen
-
definieren eine Intervallschachtelung.
- Die Stetigkeit von
im Punkt
ist äquivalent dazu, dass für jede Folge
, die gegen
konvergiert, die Bildfolge
gegen
konvergiert.
- Es sei
eine konvexe Funktion,
seien
und
mit
.
Dann ist
-

Es sollen drei Häuser jeweils mit Leitungen an Wasser, Gas und Elektrizität angeschlossen werden. Beschreibe eine Möglichkeit, bei der es nur eine Überschneidung gibt.
Lösung erstellen
Am 26.4.2021 schreibt die Tagesschau
(tagesschau.de):
„In Deutschland sind inzwischen mehr als 25 Millionen Menschen mindestens ein Mal geimpft“. Im ausführlichen Text heißt es dann „In Deutschland sind inzwischen mehr als 25 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte, sei die Marke am Wochenende überschritten worden [und] liegt nun bei 25,45 Millionen. Laut aktuellen RKI-Zahlen sind bundesweit bislang knapp 19,5 Millionen Menschen erstgeimpft. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 23,4 Prozent. Knapp sechs Millionen Menschen sind inzwischen bereits zweimal geimpft, dies entspricht 7,2 Prozent der Bevölkerung“.
- Was fällt auf?
- Wie groß ist die Bevölkerung von Deutschland?
- Wie viel Prozent der Erstgeimpften haben auch eine zweite Impfung erhalten?
Lösung
- Es liegt ein Widerspruch vor. Einmal sind mehr als 25 Millionen Menschen erstgeimpft, einmal sind es 19,5 Millionen Menschen.
- Die
entsprechen
, daher ergeben sich
aus
-

also
-

Ebenso ergibt sich
-

- Der Anteil der Zweitgeimpften zu den Erstgeimpften ist
-

das sind etwa
.
Zu
sei
-
![{\displaystyle {}[n]=\{0,1,2,\ldots ,n\}\,.}](../../../_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/3a832b5b0d45fa6896df016e4b4a047b6e45bd59.svg)
Zu jedem
und jedem
seien die Abbildungen
-
durch
-

und die Abbildungen
-
durch
-

definiert.
a) Erstelle eine Wertetabelle für
-
b) Erstelle eine Wertetabelle für
-
c) Beschreibe die durch die Wertetabelle
|
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gegebene Abbildung
-
als eine Hintereinanderschaltung von geeigneten
und
.
Lösung
a)
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b)
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c) Wir behaupten
-

Die Komposition hat für die Elemente
jeweils den folgenden Effekt:
-
-
-
-
-
-
Das Gesamtergebnis stimmt also mit
überein.
Erläutere die geometrische Relevanz des geometrischen Mittels.
Lösung erstellen
Lösung
Wir bestimmen zuerst die Zahl
mit
-

die zu den beiden Zahlen links und rechts den gleichen Abstand besitzt. Diese ist durch das arithmetische Mittel gegeben, also
-

Somit ist
-

Lösung
Es sei
-

Bestimme
.
Lösung
Es ist

Bestimme die Summe der
Reihe
-
Lösung
Nach
Satz 9.13 (Analysis (Osnabrück 2021-2023))
ist

Beweise das Folgenkriterium für die Stetigkeit einer Funktion
in einem Punkt
.
Lösung
Es bezeichne (1) die Stetigkeit von
im Punkt
und (2) die Eigenschaft, dass für jede gegen
konvergente Folge
die Bildfolge
gegen
konvergiert. Wir müssen die Äquivalenz von (1) und (2) zeigen.
Es sei (1) erfüllt und sei
eine Folge in
, die gegen
konvergiert. Wir müssen zeigen, dass
-

ist. Dazu sei
vorgegeben. Wegen (1) gibt es ein
mit der angegebenen Abschätzungseigenschaft und wegen der Konvergenz von
gegen
gibt es eine natürliche Zahl
derart, dass für alle
die Abschätzung
-

gilt. Nach der Wahl von
ist dann
-
sodass die Bildfolge gegen
konvergiert.
Es sei (2) erfüllt. Wir nehmen an, dass
nicht stetig ist. Dann gibt es ein
derart, dass es für alle
Elemente
gibt, deren Abstand zu
maximal gleich
ist, deren Wert
unter der Abbildung aber zu
einen Abstand besitzt, der größer als
ist. Dies gilt dann insbesondere für die Stammbrüche
,
.
D.h. für jede natürliche Zahl
gibt es ein
mit
-
Diese so konstruierte Folge
konvergiert gegen
, aber die Bildfolge konvergiert nicht gegen
, da der Abstand der Bildfolgenglieder zu
zumindest
ist. Dies ist ein Widerspruch zu (2).
Wir betrachten die Abbildung
-
die durch
-

definiert ist.
- Skizziere den Graphen der Funktion.
- Zeige, dass
wohldefiniert ist.
- Bestimme die
Fixpunkte
von
.
- Bestimme die
Fixpunkte
der Hintereinanderschaltung
.
- Zeige, dass
stetig ist.
- Was hat die Abbildung mit der Halbierung eines Blatt Papieres zu tun?
Lösung
-
- Es ist lediglich zu zeigen, dass die Werte der Funktion wieder
sind. Bei
-

ist
-

und damit
-

bei
-

ist ebenfalls
-

- Bei
lautet die Bedingung für einen Fixpunkt
,
was in diesem Abschnitt zur einzigen Lösung
führt. Im anderen Bereich gibt es keine Lösung.
- Für
zwischen
und
ist auch
-

und damit ist in diesem Bereich
-

diese Zahlen sind somit allesamt Fixpunkte der Hintereinanderschaltung. Bei
mit
-

ist
-

und somit
-

in diesem Bereich besitzt die Hintereinanderschaltung also keinen Fixpunkt. Bei
-

ist
-

und es gibt keinen Fixpunkt.
- Auf den beiden Abschnitten handelt es sich um rationale Funktionen, die stetig sind, und bei
haben beide Ausdrücke den Wert
.
- Zu einem Blatt Papier sei das Verhältnis der längeren Seite zur kürzeren
(eventuell gleichlangen)
Seite mit
bezeichnet. Es liegt also das Verhältnis
zu
vor. Wenn das Blatt an der langen Seite halbiert wird, so sid die neuen Seitenlängen
und
.
Wenn
-

ist, was genau bei
-

der Fall ist, so ist das Verhältnis lange Seite zu kurzer Seite des halbierten Blattes gleich
.
Betrachte die Funktion
-
Bestimme die
Nullstellen
und die lokalen (globalen)
Extrema
von
. Fertige eine grobe Skizze für den Funktionsverlauf an.
Lösung
Da die Exponentialfunktion keine Nullstelle besitzt, liegt nur bei
,
also bei
eine Nullstelle vor. Unterhalb davon ist die Funktion negativ, oberhalb davon positiv.
Zur Bestimmung der lokalen Extrema leiten wir ab, was zu
-

führt. Die Nullstellenbestimmung der Ableitung führt auf
-

Quadratisches Ergänzen führt zu
-

bzw.
-

Also ist
-

und somit
-
Für
ist die Ableitung negativ, für
mit
ist sie positiv und für
wieder negativ. Daher ist die Funktion
unterhalb von
streng fallend, zwischen
und
streng wachsend und oberhalb von
wieder streng fallend. Daher liegt in
ein isoliertes lokales Minimum und in
ein isoliertes lokales Maximum vor. Da es sonst keine lokalen Extrema gibt, und die Funktion für
wächst, aber negativ bleibt, und für
fällt, aber positiv bleibt, sind dies auch globale Extrema.
Beweise den Mittelwertsatz der Differentialrechnung für differenzierbare Funktionen
-
und ein kompaktes Intervall
aus dem Mittelwertsatz der Integralrechnung
(es muss nicht gezeigt werden, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit im Innern des Intervalls angenommen wird).
Lösung
Bestimme eine
Stammfunktion
für die
Funktion
-
Lösung
Wir führen nach und nach für Integrationsgrenzen
die Substitutionen
-

-

und
-

durch und erhalten
![{\displaystyle {}{\begin{aligned}\int _{a}^{b}{\frac {1+3{\sqrt[{6}]{x-2}}}{{\sqrt[{3}]{(x-2)^{2}}}-{\sqrt {x-2}}}}dx&=\int _{a-2}^{b-2}{\frac {1+3u^{\frac {1}{6}}}{u^{\frac {2}{3}}-u^{\frac {1}{2}}}}du\\&=6\int _{(a-2)^{\frac {1}{6}}}^{(b-2)^{\frac {1}{6}}}{\frac {1+3v}{v^{4}-v^{3}}}v^{5}dv\\&=6\int _{(a-2)^{\frac {1}{6}}}^{(b-2)^{\frac {1}{6}}}{\frac {v^{2}+3v^{3}}{v-1}}dv\\&=6\int _{(a-2)^{\frac {1}{6}}-1}^{(b-2)^{\frac {1}{6}}-1}{\frac {(w+1)^{2}+3(w+1)^{3}}{w}}dw\\&=6\int _{(a-2)^{\frac {1}{6}}-1}^{(b-2)^{\frac {1}{6}}-1}{\frac {w^{2}+2w+1+3w^{3}+9w^{2}+9w+3}{w}}dw\\&=6\int _{(a-2)^{\frac {1}{6}}-1}^{(b-2)^{\frac {1}{6}}-1}3w^{2}+10w+11+{\frac {4}{w}}dw\\&=6\left(w^{3}+5w^{2}+11w+4\ln w\right)|_{(a-2)^{\frac {1}{6}}-1}^{(b-2)^{\frac {1}{6}}-1}.\end{aligned}}}](../../../_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/764a70d026e4193a0d49d9f1a6d939b450bb7882.svg)
Eine Stammfunktion ist somit
-
Beweise das Lösungsverfahren für inhomogene lineare gewöhnliche Differentialgleichungen in einer Variablen.
Lösung