Lösung
- Für
,
,
heißt die
Funktion
-
die Fakultätsfunktion.
- Die Abbildung
heißt stetig in
, wenn für jedes
ein
derart existiert, dass
-

gilt.
- Ein homogenes lineares gewöhnliches Differentialgleichungssystem mit konstanten Koeffizienten ist eine
Differentialgleichung
der Form
-

wobei
-

eine
Matrix
mit Einträgen
ist.
- Die
-fache stetige Differenzierbarkeit liegt vor, wenn für jede Auswahl
von
Vektoren aus
die
höhere Richtungsableitung
-
in Richtung
existiert und stetig ist.
- Die Niveaumenge zu
zum Wert
ist
-

- Es sei
ein
endlichdimensionaler
reeller Vektorraum,
ein
reelles Intervall,
eine
offene Menge
und
-
ein
Vektorfeld
auf
. Man sagt, dass das Vektorfeld
einer Lipschitz-Bedingung genügt, wenn es eine
reelle Zahl
gibt mit
-
für alle
und
.
Lösung
- Die Abbildung
ist genau dann im Punkt
stetig,
wenn für jede
konvergente Folge
in
mit
auch die
Bildfolge
konvergent mit dem Grenzwert
ist.
- Es sei
eine
symmetrische Bilinearform
auf einem
endlichdimensionalen
reellen Vektorraum
und sei
eine
Basis
von
. Es sei
die
Gramsche Matrix
zu
bezüglich dieser Basis. Die Determinanten
der
quadratischen
Untermatrizen
-
seien alle von
verschieden für
. Es sei
die Anzahl der Vorzeichenwechsel in der Folge
-
Dann ist
vom
Typ
.
- Es seien
und
euklidische Vektorräume,
sei
offen
und es sei
-
eine
stetig differenzierbare Abbildung.
Es sei
ein Punkt derart, dass das
totale Differential
-
bijektiv
ist. Dann gibt es eine offene Menge
und eine offene Menge
mit
und mit
derart, dass
eine
Bijektion
-
induziert, und dass die Umkehrabbildung
-
ebenfalls stetig differenzierbar ist.
Beweise das Vergleichskriterium für Reihen und uneigentliche Integrale.
Lösung
Wenn das uneigentliche Integral existiert, so betrachten wir die Abschätzung
-

die darauf beruht, dass die linke Seite das
Treppenintegral
zu einer
unteren Treppenfunktion
für
auf
ist. Da die rechte Seite beschränkt ist, gilt dies auch für die linke Seite, sodass wegen
die Reihe konvergiert.
Ist umgekehrt die Reihe konvergent, so betrachten wir die Abschätzung
-

die gilt, da die rechte Seite das Treppenintegral zu einer
oberen Treppenfunktion
ist. Wegen
ist die Integralfunktion
wachsend
und beschränkt, da die rechte Seite wegen der Konvergenz der Reihe beschränkt ist. Daher besitzt die Integralfunktion für
einen
Grenzwert
und das uneigentliche Integral existiert.
Beweise die Dreiecksungleichung für die Norm zu einem Skalarprodukt.
Lösung
Zum Beweis der Dreiecksungleichung schreiben wir
-

Aufgrund von
Satz 32.11 (Analysis (Osnabrück 2021-2023))
ist dies
. Diese Abschätzung überträgt sich auf die Quadratwurzeln.
Lösung
Beweise die Integralabschätzung für stetige Kurven.
Lösung
Wenn
ist, so ist nichts zu zeigen. Es sei also
-

Es sei
.
Das ergänzen wir zu einer
Orthonormalbasis
von
. Es seien
die Koordinatenfunktionen von
bezüglich dieser Basis. Dann besteht aufgrund unserer Basiswahl die Beziehung

da ja
ein Vielfaches von
ist und somit die anderen Koeffizienten gleich
sind. Daher ist

Bestimme das
Wegintegral
zum Vektorfeld
-

auf
zum Weg
-
Lösung
Es ist
-

und somit ist der
Integrand
des Wegintegrals gleich
-

Eine Stammfunktion davon ist
-
Somit ist

Wir betrachten das lineare Differentialgleichungssystem mit konstanten Koeffizienten
-

- Bestimme die
Eigenwerte
der Matrix und die zugehörigen Basislösungen.
- Beschreibe ein Fundamentalsystem aus Basislösungen mit den Hyperbelfunktionen.
- Löse das
lineare Anfangswertproblem
-
mit den beiden Fundamentalsystemen aus (1) und (2).
Lösung
-
Das charakteristische Polynom ist
-

die Eigenwerte sind also
. Ein Eigenvektor zu
ist
und ein Eigenvektor zu
ist
. Nach
Lemma 42.1 (Analysis (Osnabrück 2021-2023))
sind somit
und
Basislösungen des Systems.
- Wir betrachten die beiden
(linear unabhängigen)
Linearkombinationen
-

und
-

Also bilden auch
und
ein Fundamentalsystem.
- Die Anfangsbedingung
führt auf
-

und somit auf
und
.
Die Lösung des Anfangswertproblemes ist also
-

gegeben als Linearkombination zum ersten Fundamentalsystem.
Eine lineare Umrechnung ergibt

dies ist die Darstellung im zweiten Fundamentalsystem.
Bestimme die
Richtungsableitung
von
-

im Punkt
in Richtung
.
Lösung
Es geht um die Ableitung der zusammengesetzten Funktion
-
mit dem linearen Weg
-

im Nullpunkt. Es ist

mit einem Polynom
, das aber für die Ableitung an
irrelevant ist. Die Richtungsableitung ist
-

Lösung
Es sei
ein endlichdimensionaler reeller Vektorraum und
-
ein
stetig differenzierbares Vektorfeld.
Es sei
die Menge der unendlich oft stetig differenzierbaren Funktionen von
nach
. Wir betrachten die Abbildung
-
mit
-

Man erhält also aus der Funktion
die neue Funktion
, indem man an einem Punkt
die Richtungsableitung der Funktion
in Richtung
berechnet.
- Zeige
-

für
.
- Es sei
mit
.
Zeige, dass
auf allen
(Bildern der)
Lösungen zur Differentialgleichung
konstant ist.
Lösung
Lösung
Bestimme die
kritischen Punkte
der Funktion
-
Lösung
Wir betrachten die Abbildung
-
Zeige, dass ein Punkt
genau dann ein
regulärer Punkt
von
ist, wenn die Koordinaten von
paarweise verschieden
(also
,
und
) sind.
Lösung
Die
Jacobi-Matrix
von
ist
-
Ein Punkt
ist genau dann ein regulärer Punkt, wenn der Rang dieser Matrix
ist, wenn die Matrix also invertierbar ist.
Wenn
ist, so stimmen die erste und die zweite Spalte überein; wenn
ist, so stimmen die erste und die dritte Spalte überein; wenn
ist, so stimmen die zweite und die dritte Spalte überein. Daher liegt bei Punkten, bei denen zwei Koordinaten übereinstimmen, eine lineare Abhängigkeit zwischen den Spalten vor und der Rang der Matrix ist nicht
. Solche Punkte sind also nicht regulär.
Zum Beweis der Umkehrung berechnen wir die Determinante der Matrix. Diese ist
(Entwicklung nach der ersten Zeile)

Wenn die Koordinaten paarweise verschieden sind, so ist die Determinante nicht
und die Matrix ist invertierbar, also sind diese Punkte regulär
(mit diesem Argument beweist man gleichzeitig auch die Hinrichtung).
Finde eine Lösung
für die Integralgleichung
-

Lösung
Wir behaupten, dass
-

eine Lösung der Integralgleichung ist. Die rechte Seite der Integralgleichung ist ja
-
