Lösung
- Ein Punkt
heißt Häufungspunkt der Folge, wenn es für jedes
unendlich viele Folgenglieder
mit
gibt.
- Eine polynomiale Funktion ist eine
Funktion
-
die man als eine Summe der Form
-

mit
schreiben kann, wobei nur endlich viele
sind.
- Das Wegintegral ist
-

- Man sagt, dass
in
ein lokales Maximum besitzt, wenn es ein
derart gibt, dass für alle
mit
die Abschätzung
-

gilt.
- Zur differenzierbaren Funktion
-
heißt
ein kritischer Punkt, wenn
-

ist.
- Die Bilinearform
-
heißt nicht ausgeartet, wenn für alle
, die induzierten Abbildungen
-
und für alle
, die induzierten Abbildungen
-
nicht die
Nullabbildung
sind.
Formuliere die folgenden Sätze.
- Der
Satz über Folgen und abgeschlossene Mengen
in einem
metrischen Raum
.
- Die Mittelwertabschätzung für eine differenzierbare Kurve
-
- Der
Satz über implizite Abbildungen.
Lösung
Aufgabe (0 Punkte)
Lösung erstellen
Beweise den Satz über Bilder kompakter Mengen.
Lösung
Wir betrachten die Funktionen
-
Es seien
drei Vektoren. Wir definieren die Kurve
-

a) Berechne
und
.
b) Berechne
.
c) Zeige, dass
ein Vielfaches von
und
ein Vielfaches von
ist.
d) Skizziere für
,
und
das Bild der Kurve
für
.
Lösung
a) Es ist
-

und
-

b) Es ist

c) Es ist
-

und
-

d) Skizze.
Aufgabe (0 Punkte)
Lösung erstellen
Lösung
- Wir betrachten
-

Die Matrix besitzt obere Dreiecksgestalt und somit sind die Diagonaleinträge
und
die verschiedenen Eigenwerte und die Abbildung ist diagonalisierbar. Es sei
die trigonometrische Parametrisierung des Einheitskreises, also
-

Dann ist

Diese Funktion ist von
zu
zu integrieren. Der vordere Summand hat
als Stammfunktion, das zugehörige bestimmte Integral ist daher gleich
. Der hintere Summand besitzt aber ein negatives Integral und somit ist
-

- Es sei
eine Orthonormalbasis aus Eigenvektoren von
, und es gelte
-

Es sei
eine stetig differenzierbare Kurve mit
-

und seien
die Komponentenfunktionen bezüglich der Orthonormalbasis. Dann ist

Eine Stammfunktion von dieser Funktion ist
-
Daher ist

Wir betrachten die Funktion
-
- Bestimme, welche
Richtungsableitungen
von
im Nullpunkt
existieren.
- Bestimme für jeden weiteren Punkt
,
welche Richtungsableitungen von
in
existieren.
- Bestimme, in welchen Punkten
die Funktion
total differenzierbar
ist.
Lösung
- Es sei
der Richtungsvektor, bei der Richtungsableitung geht es darum, ob die Abbildung
-

im Nullpunkt als Funktion in
differenzierbar ist. Dies ist stets der Fall
(mit dem Wert
),
da der Differenzenquotient zu
von beiden Seiten her gegen
konvergiert.
- Es sei
und
.
Es sei zunächst
und
.
Es geht um die Abbildung
-

Bei
handelt es sich um die Nullfunktion, die differenzierbar ist. Es sei also
.
Es ist
-

Der zweite Summand ist differenzierbar in
, der erste aber nicht, daher ist diese Abbildung nicht differenzierbar und diese Richtungsableitungen existieren nicht.
Für
siehe den nächsten Teil.
- Im Nullpunkt ist die Abbildung total differenzierbar mit dem totalen Differential
. Dazu ist zu zeigen, dass
für
gegen
konvergiert. Dies folgt direkt aus der Abschätzung
-

Für einen Punkt der Form
mit
existieren nach dem zweiten Teil nicht alle Richtungsableitungen und daher ist
in diesen Punkten auch nicht total differenzierbar. Es sei nun
mit
.
Dann gibt es eine hinreichend kleine
-Umgebung
von
derart, dass die erste Koordinate der Punkte aus
das gleiche Vorzeichen hat wie
. Auf
ist
-

und daher ist
in diesen Punkten total differenzierbar. Daher existieren in diesen Punkten auch alle Richtungsableitungen.
Zeige, dass das totale Differential zu einer total differenzierbaren Abbildungen
-
in einem Punkt
eindeutig bestimmt ist.
Lösung
Angenommen, es gelte
-

und
-

mit linearen Abbildungen
und
und mit im Punkt
stetigen Funktionen
mit
.
Wir müssen
zeigen. Dazu ziehen wir die beiden Gleichungen voneinander ab
(da es sich hier um Gleichungen von Funktionswerten im Vektorraum
handelt, ist hier werteweises Abziehen gemeint)
und erhalten die Gleichung
-

Daher müssen wir zeigen, dass die
(konstante)
Nullabbildung die Eigenschaft besitzt, dass die lineare Abbildung
ihre einzige lineare Approximation ist.
Wir nehmen daher an, dass
-

gilt, wobei
linear und
eine in
stetige Funktion mit
ist. Wenn
nicht die Nullabbildung ist, so gibt es einen Vektor
mit
.
Dann gilt für
-

Dies impliziert, dass
für
gilt. Die Norm von
ist daher konstant gleich
.
Also gilt
, ein Widerspruch.
Aufgabe (0 Punkte)
Lösung erstellen
Lösung
Gibt es ein reelles Polynom
in zwei Variablen vom Grad
, das die folgenden Eigenschaften besitzt?
- Es ist
.
- Es ist
.
- Es ist
-

- Es ist
-

- Es ist
-

- Es ist
-

Lösung
Lösung
- Die
Jacobi-Matrix
ist
-
Für einen kritischen Punkt müssen beide Komponenten
sein. Aus der ersten Komponente folgt
und daraus aus der zweiten Komponente
,
da der Kosinus an den Nullstellen des Sinus keine Nullstelle besitzt. Die kritischen Punkte haben also die Gestalt
-
mit
.
- Zur Bestimmung der lokalen Extrema betrachten wir die
Hesse-Matrix,
diese ist
-
In einem kritischen Punkt
ist diese
-
und zwar hängt das Vorzeichen davon ab, ob
gerade oder ungerade ist. Das
charakteristische Polynom
ist
-

Die Hesse-Matrix hat somit einen positiven und einen negativen Eigenwert und nach
[[Bilinearform/Symmetrisch/Eigenwertkriterium/Fakt|Kurs:Lineare Algebra (Osnabrück 2024-2025)/Teil II/18/Klausur mit Lösungen (Lineare Algebra (Osnabrück 2024-2025)) (Analysis (Osnabrück 2021-2023))]]
ist ihr
Typ
. Daher ist sie indefinit und nach
Satz 50.2 (Analysis (Osnabrück 2021-2023))
gibt es keine lokalen Extrema.
- Auf der Diagonalen wird die Funktion zu
.
Für
hat
den Wert
. Deshalb muss zwischen zwei solchen benachbarten Nullstellen nach
Satz 13.10 (Analysis (Osnabrück 2021-2023))
jeweils ein Maximum oder ein Minimum angenommen werden.
- Die Funktion
hat im Nullpunkt den Wert
. Für
echt zwischen
und
sind im positiven Bereich beide Faktoren positiv und im negativen Bereich beide Faktoren negativ. Damit ist
auf diesem Intervall außerhalb des Nullpunktes positiv und somit liegt im Nullpunkt ein isoliertes lokales Minimum vor.
Es sei
-

Wie betrachten die Abbildung
-
Zeige, dass sämtliche Bildpunkte der Abbildung
die Bedingung
-

erfüllen.
Lösung
Es ist
-

daher ist
-

da ja
nach Voraussetzung ist. Die linke Seite der zu überprüfenden Gleichung ist

Die rechte Seite ist ebenfalls

Bestimme für das Anfangswertproblem
-
explizite Formeln für die
Picard-Lindelöf-Iterationen.
Lösung
Beweise den Satz über die Grenzabbildung einer gleichmäßig konvergenten Abbildungsfolge.
Lösung
Es sei
und
vorgegeben. Aufgrund der
gleichmäßigen Konvergenz
gibt es ein
mit
für alle
und alle
.
Wegen der
Stetigkeit
von
in
gibt es ein
mit
für alle
mit
.
Für diese
gilt somit
