Ableben

Ableben (Deutsch)

Substantiv, n

Singular Plural
Nominativ das Ableben
Genitiv des Ablebens
Dativ dem Ableben
Akkusativ das Ableben

Worttrennung:

Ab·le·ben, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈapˌleːbn̩], [ˈapˌleːbm̩]
Hörbeispiele:  Ableben (Info),  Ableben (Info)

Bedeutungen:

[1] gehoben: Zeitpunkt beziehungsweise Zustand, an beziehungsweise in dem alle Lebensfunktionen eines Menschen aufgehört haben; Ende des menschlichen Daseins

Herkunft:

Bildung eines Verbalsubstantivs zum Verb ableben durch Konversion (Nullableitung, syntaktische Umsetzung)

Synonyme:

[1] Tod
[1] gehoben: Hingang, Verscheiden
[1] gehoben verhüllend: Abberufung, Abscheiden, Abschied, Ende, Heimgang, Hinscheiden
[1] Schweiz: Hinschied / selten: Hinscheid
[1] veraltet: Ableiben, Ableibigkeit, Ableibung

Gegenwörter:

[1] Geburt

Beispiele:

[1] Bis zu seinem Ableben im Jahre 1926 lebte er in Berlin.
[1] „Adelheid machte dem gräflichen Hauſe kurz und förmlich die Anzeige von dem Ableben ihres Bruders, unter gleichzeitiger Mitteilung, ‚daß das Begräbnis am Sonnabend mittag ſtattfinden werde.‘“[1]
[1] „Es war am Tage der Teſtamentseröffnung, zwei Wochen nach des Konſuls Ableben, nachmittags halb 6 Uhr.“[2]
[1] „Ich hatte das Glück, Temme noch kurz vor ſeinem Ableben 1882 in Zürich kennen zu lernen, wohin er ſich zurückgezogen hatte; er war eine äußerſt ſympathiſche Perſönlichkeit.“[3]
[1] „ANKLÄGER           Wann kam das vor
ANGEKLAGTER Ⅰ Bei festlichen Anlässen
    oder bei Beerdigungen
    Da wurde eine Trauerparade abgehalten
ANKLÄGER           Bei wessen Beerdigung
ANGEKLAGTER Ⅰ Beim Ableben irgendeines Offiziers[4]
[1] „Vor der Tür der Kirche waren auf drei Stehpulten Kondolenzbücher aufgestellt, wie sonst nur beim Ableben eines ausländischen Staatsoberhauptes.“[5]
[1] „Unter den Beileidsschreiben zum Ableben seiner Frau fanden sich auch zwei Briefe von Antiquariaten, die dringend um das Begleichen offenstehender Bücherrechnungen anhielten.“[6]
[1] „Gewiß kam jedem Maya nach seinem Ableben eine anständige Totenfeier und ein Begräbnis zu.“[7]
[1] „Die Idee, den Leichnam dauerhaft zu konservieren, wurde unmittelbar nach Lenins Ableben zur Staatsangelegenheit erhoben.“[8]
[1] „Sie sprach über Elisabets Ableben wie über jeden anderen Todesfall.“[9]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] jemandes frühes, plötzliches, unerwartetes Ableben beklagen
[1] jemanden von jemandem Ableben in Kenntnis setzen
[1] nach jemandes Ableben
[1] vor jemandes Ableben

Wortbildungen:

Ablebensversicherung

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Ableben
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Ableben
[1] Duden online „Ableben
[1] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Ableben“ auf wissen.de
[1] The Free Dictionary „Ableben
[*] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Ableben
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Ableben
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalAbleben
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „ABLEBEN, n.
[*] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Neubearbeitung (A–F), 9. Bände. Göttingen/Berlin 1980–2016 „ABLEBEN vb.“ (digitalisierte Fassung), Stichpunkt 2 („vorwiegend als substantivierter Infinitiv“)
[1] Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. 10 Bände auf CD-ROM ; mehr als 200 000 Stichwörter mit rund 90 000 Belegen aus mehreren Hundert Quellen ; vielfältige Recherchemöglichkeiten ; für MS Windows und Apple Macintosh. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2000, ISBN 978-3-411-71001-0, Stichwort »Ableben«.
[1] Renate Wahrig-Burfeind (Herausgeber): Wahrig, Deutsches Wörterbuch. 9. Auflage. Wissen-Media-Verlag, Gütersloh/München 2011, ISBN 978-3-577-07595-4, Stichwort »Ableben«, Seite 101 (Internet Archive).

Quellen:

  1. Theodor Fontane: Der Stechlin. Roman. 1. Auflage. F. Fontane & Co, Berlin 1899, Seite [496] (Deutsches Textarchiv).
  2. Thomas Mann: Buddenbrooks. Verfall einer Familie. Roman. S. Fischer, Berlin 1906, Seite 356 (Google Books; Erstausgabe 1901).
  3. Auguſt Bebel: Aus meinem Leben. Zweiter Teil, Verlag von J. H. W. Dietz Nachf. G.m.b.H., Stuttgart 1911, Seite 252 (Internet Archive).
  4. Peter Weiss: Die Ermittlung. Oratorium in 11 Gesängen. Achtes bis fünfzehntes Tausend, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1965, Seite 82 (Internet Archive).
  5. Günther Prodöhl: Der lieblose Tod des Bordellkönigs. Verbrechen, die Schlagzeilen machten. Verlag Das Neue Berlin, Berlin 1977, Seite 108.
  6. Klaas Huizing: Der Buchtrinker. Zwei Romane und neun Teppiche. Albrecht Knaus, München 1994, ISBN 3-8135-1976-7, Seite 106.
  7. Berthold Riese: Die Maya. Geschichte, Kultur, Religion. 4. Auflage. Verlag C.H. Beck, München 1995, ISBN 978-3-406-39826-1, Seite 253.
  8. E. W. Heine: Kaiser Wilhelms Wal. Geschichten aus der Weltgeschichte. C. Bertelsmann Verlag, München 2013, ISBN 978-3-570-10148-3, Seite 118.
  9. Eva Björg Ægisdóttir: Verschwiegen. Ein Island-Krimi. 1. Auflage. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2024 (übersetzt von Freyja Melsted), ISBN 978-3-462-00663-6, Seite 139 (isländische Originalausgabe 2018).

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ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen:
Levenshtein-Abstand von 1: Ableiben